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Review: Hyberg Attila 55l
Leichter Rucksack für wenig Geld

Review: Hyberg Attila 55l - Leichter Rucksack für wenig Geld

11.06.2017 von Pici unter Ausrüstung

Nachdem ich kurzfristig für meinen Urlaub auf Madeira einen Rucksack gebraucht habe, verbrachte ich viel Zeit damit einen Passenden zu finden, da der Rucksack, wie auch die Ausrüstung, möglichst leicht sein sollte. Ich war schon kurz davor den Granite Gear Virga 2, obwohl mich dieser vom Design her nicht ganz ansprach, zu bestellen, da stolperte ich durch Zufall über den Hyberg Attila. Man könnte sagen es war "Liebe auf den ersten Blick", also sofort gekauft.

Ich konnte es kaum erwarten endlich mein Paket zu erhalten.

Hyberg Attila im Einsatz auf Madeira

Eckdaten

Verarbeitung / Material

Der aus 210 D Dyneema X Gridstop hergestellte Hyberg Attila ist sehr gut verarbeitet. Alle Nähte sind sauber, die Reisverschlüsse an den Hüftgurten klemmen nicht. Das Material ist robust und dank der Acrylat-Beschichtung stark wasserabweisend.

Die Netztasche bietet Platz für Ausrüstungsgegenstände, die häufig gebraucht werden.

Design

Der Rucksack ist wie der Name schon sagt, ein Sack mit Trägern und dafür schaut er echt gut aus. Stabilität bekommt er durch das aus Schaumstoff bestehende Rückenpolster bzw. meiner gefalteten Isomatte, die in eine Tasche auf der Rückenseite gesteckt werden kann. Das fehlende Gestänge wird dadurch gut ersetzt und der Attila sitzt auch dann noch gut, wenn der Rucksack mal nicht gut gepackt ist. Zum Verschließen hat der Hyberg Attila ein Rolltop-Verschluss, wodurch sich angenehm die Größe des Rucksack verstellen lässt. Das ist sehr praktisch, wenn der Rucksack am Anfang der Tour noch voll mit Essen ist und am Ende dann fast leer. Die Schlaufen an der Seite des Hyberg Attila geben zusätzlich die Möglichkeit den Rucksack zu komprimieren, wenn man wenig drin hat.

Zusätzlich zu dem großen Hauptfach gibt es eine große Netztasche und zwei Seitentaschen. Die Netztasche ist mein absolutes Highlight an dem Hyberg Attila, da hier Gegenstände, die häufig gebraucht worden sind, zum Beispiel Regen-/Sonnenschirm, Fleecejacke usw, untergebracht werden können. Somit muss man nicht immer den Rucksack aufrollen, wenn man Mal was braucht. Die Seitentaschen bieten nochmal viel Stauraum für kleine Sachen oder jeweils eine Trinkflasche. Wenn man in den Armen etwas beweglich ist, kommt man auch ohne Probleme an die Trinkflasche in der Seitentasche. Durch den Gummi am oberen Ende der Seitentasche wird alles an seinem Platz gehalten und fällt nicht raus, auch wenn man sich Mal bückt. Für Trinkblasen-Liebhaber, so wie ich, gibt es sowohl links als auch rechts ein passendes Loch, durch das man den Schlauch nach außen führen kann. Der angenähte Hüftgurt ist breit und gut gepolstert. Er bietet mit zwei Taschen noch einmal Platz für Kleinkram. Unter der Netztasche sind zwei Schlaufen angenäht, die sich super zum Befestigen von Stöcken eignen.

Komfort / Tragegefühl

Die gut gepolsterten Gurte erzeugen ein angenehmes Tragegefühl.

Der Hyberg Attila liegt direkt am Rücken an, da er kein unnötig schweres Belüftungssystem besitzt - braucht es meiner Meinung nach auch nicht, wenn man sich viel bewegt und sowieso schwitzt. Dennoch sitzt er sehr bequem und drückt nicht, auch dank der gut gepolsterten Schulter- und Hüftgurte. Das Gewicht lässt sich angenehm auf der Hüfte verteilen, so dass fast kein Gewicht auf den Schultern lastet. An den Schultergurten befinden sich kleine Schlaufen, an diese man kleine Sachen hinhängen kann und der Brustgurt. Diesen kann man individuell auf seine Größe anpassen, da er sich auf der ganzen Länge des Schultergurtes befestigen lässt. Wie schon erwähnt, ist der Hüftgurt ebenfalls gepolstert und angenehm breit. Einzig und allein die Bänder zum Einstellen der Größe sind für mich zu lang, obwohl ich keine schmale Hüfte habe. Die Enden baumeln dann zwischen den Beinen herum, weshalb ich diese in den Hüftgurt klemme.

Der Hüftgurt

Fazit

Der Hyberg Attila ist nicht mehr aus meiner Ausrüstung wegzudenken. Alle Ausrüstungsgegenstände finden eine Platz im Rucksack, egal ob innen oder außen in den Taschen. Und wenn am Ende der Tour der gesamte Essensvorrat aufgegessen ist, lässt er sich dank Rolltop und Riemen sehr gut kleiner machen. Deshalb und weil er zusätzlich auch sehr leicht ist, eignet sich der Attila super für Langstreckenwanderungen. In der Netztasche lassen sich super alle Gegenstände verstauen, die man öfters mal braucht oder schnell hinkommen muss. Dank der gut gepolsterten Gurte sitzt der Rucksack bequem und drückt nicht. Die Funktionalität steht beim Attila im Vordergrund und so besitzt er keinen unnötigen Schnick-Schack. Zwar gibt es in der UL-Welt noch leichtere Rucksäcke, aber dafür muss man auch meistens Komfort einbüßen oder viel Geld ausgeben. Der Hyberg Attila hingegen ist bequem, nicht allzu teuer, für seine Größe erstaunlich leicht und sieht auch noch echt gut aus.

Kommentare

am 15.07.2017 um 11:15


Hallo Pici und Felix,

wir haben auf Ihren Blog ein Review vom Attila gelesen

http://www.wieweitnoch.de/review-hyberg-attila/

und als interessant für unsere Kunden empfunden.
Wir bitten Sie um eine Erlaubnis, dass wir diesen auf unseren Facebook Account und unserem online Shop übernehmen dürften.
Vielen Dank im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Dmytro und Alex

antworten
Sonja
am 25.03.2018 um 11:26

Schöner Bericht. Mit welchem Gewicht maximal (ohne Eigengewicht des Rucksacks) hast du den Rucksack getestet? Danke, Lg s

antworten
am 25.03.2018 um 11:37

Hi Sonja,
ich hatte letztes Jahr auf Madeira ca 12kg im Rucksack. Diese Gewicht entfand ich noch als angenehm zu tragen, aber viel mehr würde ich nicht hinein packen. Lg Pici

antworten

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